FERTIGUNGSTECHNIK

Die geeignetste Gussart zu finden bildet ein unerschöpfliches Diskussions-Thema. Dieses lässt sich nicht allein aus technischen-sachlichen und praktischen Erwägungen behandeln. Es sind auch Fragen der Ästethik usw. zu berücksichtigen.

 

Um Ihr Produkt in höchster Qualität zu fertigen, sind folgende Kriterien von grosser Bedeutung:

  • Präzision / Massgenauigkeit
  • Oberflächengüte und Behandlung
  • Stückzahl
  • Mechanische Eigenschaften
  • Materialwahl
  • Wanddicke / Stückgewicht / Abmessungen
  • Einsatzgebiet

 

Wir beraten Sie sehr gerne


Kokillenguss

Der Kokillenguss eigent sich für Klein- bis Grossserien. Die Präzision und die Oberflächengüte sind die Markenzeichnen des Kokillengusses.

 

Gegossen wird unter Wirkung der Schwerkraft in metallische Dauerformen, den Kokillen. Diese Formen sind zur Entnahme des fertigen Gussteils zwei- oder mehrteilig ausgeführt. Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit der Kokille erfolgt eine beschleunigte Abkühlung der erstarrenden Schmelze. Daraus resultiert ein verhältnismässig feinkörniges, dichtes Gefüge mit besseren Festigkeitseigenschaften als die im Sandguss hergestellten Teile. Hohe Massgenauigkeit, ausgezeichnete Oberflächengüte, präzise Konturenwiedergabe kennzeichnen den Kokillenguss.

 

 

 

Sandguss

Der Sandguss findet seine Berechtigung in der Produktion von Prototypen, Einzelteilen, Kleinserien oder Anschauungsmodellen.

 

Die Werkzeug- und Herstellkosten beim Sandguss liegen etwas tiefer als beim Kokillenguss mit einer entsprechenden Genauigkeit und Oberflächenbeschaffenheit. Die Gussstücke können dabei fast beliebig kompliziert sein und die Produktion ist bezüglich den Abmessungen, Wanddicken und Stückzahlen flexibel. Bei Serienfertigungen haben wir die Möglichkeit, Werkstücke mit vertretbaren Kosten im Detail oder in den Hauptabmessungen zu ändern.

 

 

 

Druckguss

Beim Druckgiessen wird die Schmelze mit hoher Geschwindigkeit und hohem Druck in den Formhohlraum gedrückt.

 

Vorteile

  • kurze Taktzeiten
  • gute Oberflächengüte und hohe Masshaltigkeit
  • dünnwandige Teile und kleine Bohrungen herstellbar
  • Einsparen von mechanischer Bearbeitung

 

Nachteile

  • hohe Form- und Maschinenkosten
  • Einschränkungen bei der Nachbehandlung der Gussteile (z.B. Schweissen und Vergüten)
  • Teile mit Hinterschneidungen schwierig herstellbar
  • Sandkerne wegen der hohen Giessdrucke nicht einsetzbar

 

 

 

Feinguss

Unter Feinguss versteht man die Herstellung von kleinen bis kleinsten Gussteilen. Die Produktion erfolgt nach dem Wachsausschmelzverfahren. Die Gussstücke zeichnen sich durch Detailstärke, Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität aus. Oftmals kann eine spanende Bearbeitung eingespart werden.

 

 

 

Pressteile

Das zum Pressen verwendete Stangenmaterial aus Aluminium (als Grundmaterial), dessen Durchmesser immer von der Formausfüllung abhängig ist, wird in Stücke geschnitten. Die einige Zentimeter langen Stücke werden von einem automatischen Einladesystem auf das Förderungsband des ebenso automatisierten, gasbefeuerten Ofens geladen. Falls die Form (Schmiedwerkzeug) über kleine Radien und komplizierte Formen verfügt, wird der Fluss des formbaren Aluminiums mit einem Vorschmiedwerkzeug beim Erreichen der endgültigen Form unterstützt. Das Vorschmieden fördert die Perfektion der Masse der Werkstücke. Dadurch kann die Zerknitterung des Materials vermieden werden und ihre Oberfläche den Anforderungen entsprechend geschmiedet werden.